Fridtjof-Nansen-Straße
Die heute vorzustellende Straße zweigt von
der Kreuzbergallee in Richtung Ippendorf ab und läuft parallel zur Ippendorfer
Alle. Die Postleitzahl ist 53115. Die Straße ist nicht aufregend lang, und doch
liegen an ihr einige bemerkenswerte Villen, teilweise versteckt hinter Gärten
und Hecken.
Was macht die Straße interessant? Es ist der
Name. Um 1920 hätte fast jeder etwas über diesen 1861 geborenen Schweden
Fridtjof Nansen sagen können. Man wusste von seinen Expeditionen ins Binneneis
Grönlands, jeder kannte den Namen seines Forschungsschiffes „Fram“. Mit ihm
ließ er sich vom Eis einschließen und trieb polwärts. Er erreichte fast genau
den Nordpol. Nach dem Ersten Weltkrieg setzte er sich für die Heimkehr der
Kriegsgefangenen aus Sowjetrussland ein. Als Hochkommissar des Völkerbundes
organisierte er Hilfsaktionen für das vom Hunger gepeinigte Sowjetrussland. Das
geschah in den Jahren 1921 bis 1930.

Fridtjof-Nansen
(1861 bis 1930).
1922 erhielt er den Friedensnobelpreis. Im
gleichen Jahr wurde der von ihm initiierte Pass für staatenlose Flüchtlinge
international anerkannt (Nansenpass). Über seine Forschungsreisen in die
Polarmeere, die auch wissenschaftlich hoch bedeutsam sind, verfasste er mehrere
Bücher. Nansen starb 1930. Sein Einsatz für die Menschen in Not ist wert, nach
ihm eine Straße zu benennen.

Am Fuße
des Kreuzbergs
liegt die Fridtjof-Nansen-Straße.
22.09.02 20:55