Die Fastenzeit an St. Sebastian:

Unser Fastentuch:
-
Meditation 1
-
Meditation 2
-
Meditation 3
-
Meditation 4
Jeden
Freitag
um
18.00 Uhr:
Kreuzwegandacht in der Pfarrkirche
ab
21.30 Uhr:
Gelegenheit zur stillen Anbetung in
unserer Pfarrkirche
22.00 Uhr:
Komplet - das Abendgebet der Kirche
jeden
Dienstag um 6.00 Uhr:
Hl. Messe im Chorraum unserer Pfarrkirche,
anschl. gemeinsames Frühstück im Pfarrzentrum
Samstag vor dem Passionssonntag, nach der Abendmesse um 18.00 Uhr:
Meditationsgang zum Kreuzberg
Die Tradition der 40 Tage
Die Zahl 40 als Symbol
Warum dauert die Fastenzeit eigentlich genau 40 Tage?
Die Zahl 40 hat in der Bibel eine hohe Symbolkraft. So wandert Elias 40 Tage zum
Berg Horeb (1 Kön 19,8), 40 Tage bleibt Moses auf dem Berg Sinai (Ex 24,18) und
40 Jahre wandern die Israeliten durch die Wüste (Ex 16,35). Die katholische
Kirche hat die Dauer der Fastenzeit auf 40 Tage angesetzt, in Anlehnung an das
Fasten Jesu in der Wüste: (Mt 4,2). Übrigens wird auch das Fest Christi
Himmelfahrt 40 Tage nach Ostern gefeiert (Apg 1,3).
Sonntage sind ausgenommen
Dass man rechnerisch bei der Zeit von
Aschermittwoch bis zum Karsamstag auf 40 Tage kommt, liegt an den ausgesparten
Sonntagen. Sonntage zählen nicht zu den Fastentagen. Beim Fasten geht es schließlich
nicht um Selbstkasteiung, sondern um ein Überdenken der eigenen Haltung. So dürfen
die Sonntage durchaus als kleine Inseln, als Atempausen in der Fastenzeit
gelten, an denen man sich ruhig etwas gönnen darf - denn schlechte Laune ist
alles andere als christlich, heißt es doch in der Bibel: "Wenn ihr
fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler. Sie geben sich ein trübseliges
Aussehen, damit die Leute merken, daß sie fasten." (Mt 6,16)
Der Speck muss weg?
Christliches Fasten ist mehr
Fasten ist angesagt. In Frauenzeitschriften wird ganzjährig
für Heilfasten und Diäten geworben, Wellnesshotels und Beautyfarmen schreiben
sich das Fasten auf ihre Fahnen. Ratgeber über das richtige Fasten füllen
Regelmeter in den Buchhandlungen und inzwischen bietet fast jede Volkshochschule
einen Fastenkurs an.
Dabei steht der Wunsch, einmal richtig abzuspecken zwar oft im Vordergrund,
viele sind aber auch auf der Suche nach einem Weg, das eigene Konsumverhalten zu
ändern. Weniger Fernsehen, weniger Alkohol, mehr Zeit für die Familie - das
sind Vorsätze, die nach dem Jahreswechsel am Aschermittwoch als Beginn der
Fastenzeit noch einmal neu gefasst werden. Auf Speisen und Getränke für einen
kurzen Zeitraum zu verzichten, ist nicht einzig eine christliche
Verhaltensweise, in vielen Religionen ist das Fasten als Ausdruck der Trauer und
Sühne bekannt. Vor allem aber geht es beim Fasten um die Vorbereitung auf die
Begegnung mit Gott.
Solidarität mit den Notleidenen
Entscheidend für Christen ist das Vorbild Jesu,
der 40 Tage lang in der Wüste fastete. Als verpflichtend gilt das eigentliche
Fasten (nur eine vollständige Sättigung am Tag) für Katholiken nur noch am
Aschermittwoch und Karfreitag.
Wichtig ist neben dem Verzicht auf Nahrung vor allem auch eine aufrichtige Bußhaltung,
die Erneuerung der Taufentscheidung und: die Solidarität mit den Notleidenden.
Eine moderne Form des Fastens ist darum für Katholiken die Misereorspende. Mit
besonderen Kampagnen macht das Bischöfliche Hilfswerk Misereor in der vorösterlichen
Zeit auf die Armen aufmerksam. "Mit Zorn und Zärtlichkeit an der Seite der
Armen: Entdecke die Liebe" - so lautet das Thema der Misereor-Fastenaktion
2008.
In vielen Gemeinden werden speziell für
Jugendliche so genannte "Frühschichten" angeboten: kleine Andachten
als Einstimmung auf den Tag. Zu den neueren Bräuchen in der Fastenzeit gehört
auch der Weltgebetstag der Frauen.
Aschermittwoch:
Austeilung des Aschenkreuzes in allen Hl.
Messen: 8.15, 9.30 und 19.00 Uhr
"Am Aschermittwoch ist alles vorbei..."
"Am Aschermittwoch ist alles vorbei.", so
heißt es in einem bekannten Karnevalslied. Der Tag, an dem das närrische
Treiben vorbei ist, markiert zugleich den Beginn der christlichen Bußzeit.
Diese österliche Fastenzeit beginnt am Aschermittwoch und endet mit der
Karwoche. Sie umfasst 40 Tage und soll an die 40 Tage erinnern, die Jesus in der
Wüste verbracht hat.
Der Name leitet sich von einer Tradition der alten Kirche her: Damals zogen sich
Büßende zu Beginn der Fastenzeit ein Bußgewand an und wurden mit Asche
bestreut. Die Tradition der Aschebestreuung ist seit dem 11. Jahrhundert auf die
ganze Gemeinde übergegangen und gehört bis heute zur Liturgie der katholischen
Aschermittwochs-Gottesdiensten. Der Priester besprengt die Asche, die aus
verbrannten Palmzweigen des Vorjahres gewonnen wurde, mit Weihwasser und
zeichnet den Christinnen und Christen ein Aschekreuz auf die Stirn. Dazu spricht
der Priester die Worte: "Bedenke Mensch, dass Du Staub bist und wieder zum
Staub zurückkehren wirst" oder "Bekehrt Euch und glaubt an das
Evangelium".
Die Asche erinnert zum einen an die Vergänglichkeit des Menschen und
symbolisiert zum anderen, dass Altes vergehen muss, damit Neues entstehen kann.
Mit dem Aschekreuz auf der Stirn zeigen Christen, dass sie bereit sind zu Buße
und Umkehr. Sie bekennen sich gleichzeitig dazu, dass für Christen das Kreuz
und der Tod nicht das Ende sind, sondern Anfang eines ewigen Lebens bei Gott.
Die Symbolik des Aschermittwochs hat auch Eingang in unseren Alltag gefunden. So
leiten sich bekannte Redensarten wie "in Sack und Asche gehen" oder
"Asche auf mein Haupt" von der Tradition des Aschermittwochs ab.
Früher war für die gesamte Fastenzeit mit nur
einer täglichen Mahlzeit ein strenges Fasten vorgesehen, mittlerweile gilt
dieses nur noch für den Aschermittwoch und Karfreitag. Allerdings gibt es heute
viele Formen des Fastens und des Verzichtes: Neben dem Verzicht auf Alkohol, übermäßiges
Essen und Konsumgüter gibt es Initiativen wie SMS-Fasten oder Autofasten.